Öffentlichen Nahverkehr gestalten im Interesse junger Menschen: Der Landesjugendring fordert eine Verkehrswende hin zu einem guten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Ein erster Schritt muss in der Einführung eines allgemeinen, landesweiten und kostenlosen Tickets liegen, das alle jungen Menschen unter 27 Jahren nutzen können.

Konkret fordern wir

  • ein kostenloses landesweites Jugend-Ticket
  • flexible Übergangsregelungen für Bundes- und Landesgrenzregionen
  • eine Einbindung des Landesjugendrings in die konkrete Ausgestaltung. 

Die Einführung des von uns geforderten Tickets muss damit einhergehen, den ÖPNV insgesamt strukturell zu stärken. Weitere Maßnahmen sind dringend erforderlich, um ihn attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten; denn eine verstärkte Nutzung des ÖPNV ist ein Baustein zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Die Möglichkeit, kostenneutral zu pendeln, trägt zu einer Verringerung des Stadt-Land-Gefälles bei und entlastet den Wohnungsmarkt in den größeren Städten. Ein kostenloses Ticket fördert so die Attraktivität des ländlichen Raums. Auszubildende und andere nicht voll erwerbstätige junge Menschen, die bisher einen großen Teil ihres Einkommens für ihre Mobilität aufwenden müssen, werden entlastet. Ein landesweites kostenloses Jugend-Ticket unterstützt ehrenamtliches Engagement junger Menschen, macht Angebote der Jugendarbeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche leichter zugänglich und erlaubt verringerte Teilnahmegebühren.

Die Einführung des kostenlosen landesweiten Jugend-Tickets ist eine Frage der Teilhabe und Gerechtigkeit. Statt eines Flickenteppichs verschiedener Förderstrukturen, Zuschüsse und Preise ist eine einheitliche Landeslösung notwendig. Die Einführung des landesweiten Semestertickets zum Wintersemester 2019/20 macht einen Schritt in die richtige Richtung, kommt jedoch ausschließlich Studierenden zugute. Alle jungen Menschen, egal, ob sie arbeitslos sind, ein Praktikum oder ein Freiwilligenjahr leisten, Azubis oder Schüler_innen sind, sollten über die gleichen Möglichkeiten im Hinblick auf Mobilität verfügen. Notwendig ist deshalb ein unbürokratisches landesweites Ticket mit gleichen Bedingungen für alle jungen Schleswig-Holsteiner_innen.

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