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Juleica und Vereinsrecht

Ausnahmeregelungen für 2021

Bundesweite Regelungen zur Juleica

Für die Zeit, in der keine regulären Juleica-Aus- und Fortbildungen möglich waren, gab es eine bundesweite Regelung. Karten, die bis zum 30.06.2021 ihre Gültigkeit verloren, wurden automatisch um 6 Monate verlängert. Der*die Juleica-Inhaber*in musste nichts tun und bekam automatisch eine Email.

Beispiele:

  • Karte wurde automatisch bis 31.12.20 verlängert: nochmalige automatische Verlängerung bis 30.06.21
  • Karte läuft am 13.05.21 ab: automatische Verlängerung bis 13.11.21
  • Karte läuft am 01.07.21 ab: keine automatische Verlängerung

Anders als im Vorjahr ist das Gültigkeitsdatum damit für jede Karte individuell, ausgehend von ihrer bisherigen Gültigkeit.  Daraus ergibt sich eine Mindestgültigkeit bis 30.06.21. Im längsten Fall sind die Karten damit bis zum 31.12.21 gültig.

Es wurden automatisch PDF-Zertifikate über die Verlängerung an die betroffenen Juleica-Inhaber_innen und in Kopie an die zuständigen freien Träger per E-Mail versendet. Die Anträge erhalten im Archiv des Antragssystems einen entsprechenden Hinweis. Eine weitere automatische Verlängerung darüber hinaus ist nicht vorgesehen. Weitere Informationen vom Deutschen Bundesjugendring finden sich hier.

Weiterhin gilt:

  • Die Juleica kann auch 2021 regulär mit einer Präsenz- oder Online-Fortbildung um 3 Jahre verlängert werden.
  • Online-Grundausbildungen sind nur mit Präsenzanteil möglich. Die Voraussetzungen für den Erwerb einer Juleica bleiben bestehen (Grundausbildung, 1. Hilfe, aktives Engagement in der Jugendarbeit).

Regelungen für Online-Seminare in Schleswig-Holstein

Der Mindestanteil der Präsenzphase/Gruppenteil der Juleica-Grundausbildung liegt bei 50% der Mindestanforderungen für das Ausbildungsvolumen laut den schleswig-holsteinischen Empfehlungen zur Juleica-Richtlinie, also bei 20 Zeitstunden (bzw. 25 Lerneinheiten á 45 Minuten). Außerdem soll der Präsenz- bzw. Gruppenanteil der Juleica-Grundausbildung unbedingt den geeigneten Rahmen dafür geben, dass Referent*innen eine Einschätzung der Eignung einzelner Teilnehmer*innen bzgl. ihrer Befähigung zur Leitung von Gruppen vornehmen können.

Es sollen keine Inhalte in Grundausbildungen und Fortbildungen online durchgeführt werden, bei denen:

  • die Initiierung und Begleitung von Gruppenprozessen auf unmittelbarer Interaktion beruht (z.B. entsprechende Inhalte der Spiel-, Erlebnis- und Gruppenpädagogik),
  • besonderen Schutzräume für Teilnehmende erforderlich sind (z.B. entsprechende Inhalte des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung, der Sozialisation und Sexualpädagogik),
  • die ein hohes Maß an prozessorientierter Anleitung durch Referent*innen erfordern (z.B. entsprechende Inhalte der Methoden der Jugendarbeit, aus den psychologische und pädagogische Grundlagen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen).

Fortbildungen zur Verlängerung der Juleica können auch vollständig als Online-Seminare o.ä. ohne Präsenzanteil durchgeführt und anerkannt werden. Dabei ist es möglich, verschiedene zeitlich voneinander getrennte Module zu absolvieren, welche zusammengenommen für die Verlängerung anerkannt werden. Die bisherige für die Verlängerung nötige Ausbildungsdauer bleibt bestehen ( 7,5 Zeitstunden bzw. 10 Lerneinheiten).

Corona und Vereinsrecht

Die wichtigsten vereinsrechtlichen Fragestellungen haben wir  hier gesammelt (Stand 14.05.). Bei weitergehenden Fragen zu Mitgliederversammlungen etc. sprecht uns gern an, wir haben dazu Unterlagen gesammelt und beraten Euch gern zum Thema virtuelle Mitgliederversammlung (Kurzüberblick virtuelle Mitgliederversammlung). Die vereinsrechtlichen Sonderregelungen durch das „Corona-Gesetz“ wurden zunächst bis Ende 2021 verlängert, dabei wurden einige Klarstellungen vorgenommen, z.B. dass die Regelungen für virtuelle Mitgliederversammlungen auch für weitere Organe/Gremien gelten und dass Mitgliederversammlungen nicht stattfinden müssen, wenn es "unzumutbar" ist (z.B. aufgrund der Altersstruktur oder wegen der Kosten - trifft auf Jugendverbände eher nicht zu). (aktualisiert 21.01.21) Der Bundestag hat am 07.09.2021  das Gesetz noch einmal bis einschließlich 31.08.2022 verlängert. (aktualisiert 11.10.21)