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Informationen für Jugendfreizeitstätten

Stand: 23.06.21

INFORMATIONEN FÜR JUGENDFREIZEIT- UND -BILDUNGSSTÄTTEN/-UNTERKÜNFTE

Ab 28.06. gilt eine neue Landesverordnung, die am Wochenende erscheinen wird. Der Landesjugendring bietet dazu am 29.06. eine weitere Corona-Sprechstunde an.  Bei Übernachtungen in einem Beherbergungsbetrieb ist vor der Anreise weiterhin ein Test erforderlich, ebenso noch einmal 72 Stunden nach der Anreise. Weitere Tests sind dann nicht mehr nötig. (ergänzt 23.06.)

Landesverordnung ab 14.04., s. Regelungen für die Jugendarbeit

Durchführung von Selbsttests (ergänzt 21.06.):

Lehrer*innen dürfen Selbsttests beaufsichtigen und ihren Schüler*innen Bescheinigungen ausstellen. Insofern kann davon ausgegangen werden, dass es ausreicht, wenn Lehrer*innen bestätigen, dass alle Schüler*innen negativ getestet sind. Bei Jugendgruppen gibt es dafür bisher keine Bestätigung, dass ähnlich verfahren werden kann (also dass die Bestätigung des*der Gruppenleiter*in ausreicht. Stattdessen können Mitarbeiter*innen die Tests, die die Gruppe macht, beobachten, und benötigen dann keine Bescheinigung. Alternative: Einrichtung lässt jemanden ausbilden und beim Gesundheitsamt als nicht-öffentliche Teststelle anerkennen (s. Regelungen für die Jugendarbeit), dann kann sie selbst Bescheinigungen ausstellen.

Maskenpflicht (ergänzt 21.06.):

Bei Ferienfreizeiten (s. Regelungen für die Jugendarbeit) ist die Maskenpflicht aufgehoben. Dies gilt aber nicht, wenn sich Gruppen begegnen können, so dass in Gebäuden außerhalb der nur für die jeweilige Gruppe bestimmten Räume Maske zu tragen ist.

Abstandsgebot (ergänzt 21.06.):

Zehnergruppen dürfen gemeinsam ohne Abstand essen und übernachten, ein besonderer  Abstand der Betten ist nicht nötig.

Voraussetzungen für Beherbergungsbetriebe

  • Hygienekonzept muss vorliegen
    • Mund-Nase-Bedeckung für Gäste in Bereichen mit Publikumsverkehr
    • Gemeinschaftsduschen und –sanitärräume dürfen unter den bekannten Anforderungen an die Hygiene geöffnet werden: u.a. Begrenzung der Besucherzahl, regelmäßige Reinigung und Lüftung
    • Buffets sind möglich
    • Bei Bewirtung von mehr als 50 Personen muss das Konzept beim Gesundheitsamt vorgelegt werden.
  • Kontaktdatenerhebung, s. unter Regelungen für die Jugendarbeit
    • Gäste dürfen anreisen, sofern ein negativer Coronatest vorliegt, der nicht älter als 48 Stunden ist, danach Test alle 72 Stunden(Ausnahme: Geimpfte und Genesene. Der Gast muss darauf hingewiesen werden, dass er bei Anreise einen negativen Test nach den Bedingungen der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung benötigt bzw. dass er alle 72 Stunden einen Nachweis über einen negativen Test vorlegen muss.
    • Beherbergungsgäste müssen in der hoteleigenen Innengastronomie keine zusätzlichen negativen Corona-Tests vorlegen, solange sie in einem räumlich abgegrenzten Bereich bewirtet werden und nur regelmäßig getestetes Personal eingesetzt wird. Sonst gilt: max. 24 Stunden alter Test. Genesene und Geimpfte werden dazugerechnet. Kinder unter 6 Jahren benötigen keinen Test. Selbsttests unter Aufssicht können, müssen aber nicht angeboten werden.
    • Mitarbeiter*innen: bei regelmäßig Kontakt zu Gästen ebenfalls Test alle 72 Stunden, keine Testpflicht für Mitarbeiter*innen möglich.
    • Bei einem positivem Testergebnis ist der Gast und seine Kontakte getrennt voneinander zu isolieren und das Gesundheitsamt zu informieren; es folgt eine isolierte Abreise.
    • Wenn ein Gast in der Unterkunft in Quarantäne gehen muss, muss er für die dadurch entstehenden Kosten aufkommen. Wenn ein Gast in der Unterkunft in Quarantäne gehen muss und die nachfolgenden Gäste können nicht anreisen, ist die Beherbergung wegen der bestehenden Quarantäne-Anordnung nicht möglich. In diesem Fall ist ein kostenloser Storno für die nachfolgenden Gäste möglich. Der Vermieter zahlt den Mietpreis zurück und die Gäste haben keinen Anspruch auf Schadensersatz für Anreisekosten, den entfallenen Urlaub o.ä. (ergänzt 26.05.)

Die Zimmerbelegung erfolgt gemäß der Kontaktbeschränkungen in geschlossenen Räumen (gilt auch für private Veranstaltungen):

  • Personen aus einem Haushalt in unbegrenzter Anzahl zzgl. 1 weiteren Person aus einem anderen Haushalt oder
  •  max. 10 Personen (Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahr werden nicht mitgezählt)
  • Paare mit getrennten Wohnsitzen gelten als ein Haushalt.

Veranstaltungen/Gruppenbelegungen, Singen usw.: s. Veranstaltungskonzept etc. unter Regelungen für die Jugendarbeit.

Übersicht der Regelungen zu Klassenfahrten (aktualisiert 16.02.21., Änderungen gern mitteilen). In SH wurde für das aktuelle Schuljahr am 19. Mai vom Bildungsministerium mitgeteilt: "Inzwischen steht fest, dass Klassenfahrten nach der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnung möglich sein können. Die Hygienekonzepte der Jugendherbergen und die näheren Umstände an den Veranstaltungsorten sind für die konkreten Durchführungsmöglichkeiten entscheidend. Klassenfahrten gelten als schulische Veranstaltungen." (aktualisiert 26.05.)

FAQ des Tourismusverbandes v.a. zu Tests (Stand 12.05.21)

Touristische Reiseverkehre (§18 Abs.2): Ausflugsschifffahrt wird mit negativem Test zugelassen.

Für Einreisende aus ausländischen Risikogebieten ist die jeweilige Quarantäneverordnung des Landes zu beachten.

Zu den weiteren Neuerungen s. Regelungen für die Jugendarbeit). 

Übersicht über das Beherbergungsverbot in den Landesverordnungen 2020/21

Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten

Das Corona-Sonderprogramm des Bundesfamilienministeriums soll Ende 2021 fortgeführt werden. (aktualisiert 7.05.21)

Für die Jugendverbände sind neben dem DBJR auch das Jugendhaus Düsseldorf für die katholischen Verbände und die Pfadfinder*innenverbände sowie die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) für die evangelischen Verbände und Einrichtungen Zentralstellen, auch die Schullandheime haben eine eigene Zentralstelle.  Geändert wurde außerdem, dass es zwei Verfahren gibt: Kleinbeihilfen und Fixkosten. Für die meisten Häuser der Jugendverbandsarbeit werden die Kleinbeihilfen besser sein. (ergänzt 2.03.21)

Überblick über die Ausgestaltung der Fördermittel (Überbrückungshilfen etc.) vom Tourismusverband (ergänzt 12.01.21)

„Außerordentliche Wirtschaftshilfe“/November-/Dezemberhilfe für von den Schließungen im November betroffenen Unternehmen (Vereine werden explizit genannt): Ausgestaltung des Programms

Die Antragstellung ist bis 30.04. möglich. Antragsberechtigt sind

  • direkt von den temporären Schließungen betroffene Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen
  • indirekt betroffene Unternehmen (Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen)
  • pro Woche der Schließungen 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 (Obergrenze 1 Mio. Euro bzw. Kleinbeihilfenregelung der EU)
  • angerechnet werden erhaltene Leistungen (z.B. Kurzarbeitergelt) und erzielte Umsätze im November, wenn sie 25% des Vergleichsumsatzes überschreiten. Überförderung ist ausgeschlossen.
  • Antragstellung: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) durch einen Steuerberater bis 31.01.2021.

Landesförderung: Es gab 2020 ein Landesprogramm für gemeinnützige Jugendunterkünfte bzw. solche, die anerkannte Träger der Jugendhilfe sind. Dafür wurden 10 Millionen Euro vom Landtag zur Verfügung gestellt. Die Mittel konnte nur beantragen, wer vorrangig Bundesmittel beantragt. Die Richtlinie ist hier zu finden (Kasten rechts), Anträge konnten bis zum 31.12. gestellt werden. Eine Fortsetzung für 2021 ist bisher nicht klar. (Stand 26.05.21)

Auf den Seiten der Investitionsbank SH  findet man eine Übersicht über alle Fördermöglichkeiten für Unternehmen, die z.T. auch für gemeinnützige Träger/Vereine in Frage kommen.

Überbrückungshilfen des Bundes I-III

Überblick Überbrückungshilfen III (ergänzt 25.01.)

  • Förderzeitraum: November 2020 bis Juni 2021
  • für jeden Monat mit Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Monat 2019
  • für November/Dezember 2020 gilt:
    • wenn bereits November-/Dezemberhilfe erhalten: kein Antrag möglich
    • Leistungen der Überbrückungshilfe II werden angerechnet.

Erstattet werden förderfähige Fixkosten, nach Umsatzrückgang gestaffelt:

  • 30-50 % Rückgang: werden 40% Erstattung
  • 50-70% Rückgang: 60% Erstattung
  • >70%: 90% Erstattung

Für die Fixkosten gibt es einen Musterkatalog.

Der Härtefallfonds des Landes kann Möglichkeiten für Einzelfälle bieten. Die KfW-Bank vergibt Darlehen zu Sonderkonditionen.  (aktualisiert 26.02.)

Die ersten Urteile in Prozessen gegen Betriebsschließungsversicherungen, die wegen angeordneter Schließung aufgrund von Corona nicht zahlen wollten, fielen zugunsten der Versicherten. Kurzarbeitergeld und Zuwendungen müssen nicht angerechnet werden. Unterkünfte, die eine Versicherung besitzen, sollten die November-Schließung als neuen Schadensfall, nicht den gleichen einreichen, um eine neue Laufzeit zu erreichen. Rechtlich ist noch nicht geklärt, ob es sich um einen oder zwei Schadensfälle handelt. (ergänzt 6.11.)

Hygienekonzepte, Aushänge usw.

Beispiel-Hygienekonzept AdB  (ergänzt 16.06.)

Das Land SH hat einen Leitfaden für Hygienekonzepte herausgegeben, darüberhinaus gibt es inzwischen Empfehlungen der DeHoGa sowie eine Gefährdungsbeurteilung zum Arbeitsschutz (aktualisiert 18.05.).

infektionsschutz.de: Printmaterial, z. B. Aufkleber - teilweise kostenfrei bestellbar

Hygienehandbuch zur Öffnung des HoGa-Bereichs von Chefs Culinar und Überblick über die Lockerungen im HoGa-Bereich für alle Bundesländer (08.05.)

10 zentralen Botschaften der TA.SH zum Aufhängen/Auslegen für Gäste

Selbstversorgerhäuser: Der Träger oder Betreiber eines Selbstversorgerhauses muss ein Konzept erstellen und sicherstellen, dass dieses eingehalten wird. Dies kann z.B. bei der Schlüsselübergabe erfolgen indem er die Gruppe in sein Konzept einweist und sich die Einhaltung per Unterschrift bestätigen lässt. 

Folgen der behördlichen Schließungen

Durch die behördliche Schließung (über die entsprechenden Erlasse zu belegen) kann von den Einrichtungen geprüft werden, ob Betriebsausfallversicherungen zahlen. Weitere Informationen für Jugendfreizeitstätten haben wir in unserer AG Jugendtourismus gesammelt (aktualisiert 30.04.). Dort finden sich auch Hinweise zu Kurzarbeit, weitere Dokumente zu Kurzarbeit können bei Bedarf zugesendet werden. Mit den Mitarbeiter*innen müssen, wenn vertraglich nichts anderes vorgesehen ist, Vereinbarungen zu Kurzarbeit geschlossen werden, hier ein Beispiel: Vereinbarung Kurzarbeit (Beispiel djh Nordmark).

Hinweise zum Thema Stornierung von Buchungen haben wir hier zusammengestellt, Tipps zum Beibehalten der Liquidität findet man hier (Stand 27.03.20).

Infos zur Unterbringung von Saisonkräften in der Ernte (05.05.20)

Einige Informationen zu Stornierungen sind hier zu finden, weitere Sachstände zu Schulfahrten hier (Stand 26.03.). Auch das Bundesforum Kinder- und Jugendreisen e.V. hat Infos zusammengestellt.

Der erleichterte Zugang zu Kurzarbeit soll bis Ende September verlängert werden. (ergänzt 26.05.) Artikel zu Aufstockung Kurzarbeit/gemeinnützige Träger aus 2020.

Einige Fragestellungen der Jugendunterkünfte entsprechen denen von Hotels. Dazu kann man sich bei der Dehoga oder beim Deutschen Tourismusverband  ausführlicher informieren.