Mädchen* und Frauen* nach der Flucht - diskriminierungskritische Perspektiven

Fachtag der LAG Mädchen*

02.09.2020 / 13:00 - 18:00 Uhr

Mädchen* und Frauen* sind auf der Flucht und im Ankunftsland im erhöhten Maße von geschlechterspezifischen Diskriminierungen und Gewalterfahrungen betroffen. Die Lebensrealitäten von geflüchteten Mädchen* und Frauen* in Deutschland sind von einschränkenden Asylgesetzgebungen geprägt, die Auswirkungen auf ihre gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten haben. Darüber hinaus sind viele geflüchtete Mädchen* und Frauen* mit stereotypischen Bildern, kulturellen Zuschreibungen und rassistischen Ausgrenzungen konfrontiert. Pädagogische Fachkräfte aus den vielfältigen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit sowie aus Frauen*fachberatungsstellen sind gefordert, zum einen die vielfältigen Bedarfe von geflüchteten Mädchen* und Frauen* in ihren Angeboten mitzudenken und zum anderen ihrer eigenen Strukturen und Handlungspraktiken unter einer diskriminierungskritischen Perspektive zu reflektieren.

Auf diesem Fachtag möchten wir die Auswirkungen von geschlechterspezifischen und strukturellen Diskriminierungen im Kontext von Flucht und Asyl in den Blick nehmen. Im ersten Teil des Fachtages wird es dazu einen theoretischen Input geben. Im Anschluss an den Fachvortrag gibt es die Möglichkeit, an einem der drei praxisorientierten Workshops teilzunehmen und Impulse für die pädagogische Praxis zu erhalten.

Referentinnen* sind u.a. Prof. Dr. Nivedita Prasad (ASH Berlin), LAG Mädchen*arbeit in NRW und Myriam (mobile Beratungsstelle für geflüchtete Frauen* in S-H). 

Das detaillierte Programm und Informationen zur Anmeldung folgen in Kürze.